2012 bei der LBV-Kreisgruppe Coburg


Die Highlights des Jahres

Am Dienstag, den 27.11.2012 war es wieder soweit! Die Arbeitsgruppen des LBV-Coburg präsentierten wieder ihre Ergebnisse. Lesen Sie eine kleine Zusammenfassung der Arbeitsgruppen, Vögel, Pflanzen und Eulen.

 

Ornithologische Arbeitsgemeinschaft (OAG)

Volker Weigand, der Koordinator der OAG, konnte zahlreiche Aktivitäten und interessante Beobachtungen der Ornithologen aufzählen. Als Mittelpunkt der Aufmerksamkeit erwies sich im laufenden Jahr der westlich von Coburg gelegene Goldbergsee. An dieser, zum Hochwasserschutz angelegten großen Wasserfläche konnten Zugvögel, besonders Watvögel und Wassergeflügel besonders gut beobachtet werden. So waren im Frühjahr wochenlang bis zu 16 junge Kraniche gleichzeitig zu sehen. Hinzu kamen Watvögel wie Kampfläufer, Grünschenkel oder Bruchwasserläufer. Bei den Enten waren es Löffelenten, Schnatter-, Spieß-, Pfeif- und Knäckenten. Eine besonders aufregende Entdeckung war eine Englische Schafstelze (M. flava flavissima), die auch an die Seltenheitskommission weitergemeldet wurde. Es war der erste Nachweis dieser auf den Britischen Inseln beheimateten Art im Coburger Land.

Auf reges Interesse stieß die Veranstaltung “Birdwatch“ zum Herbstzug

Während ihres Herbstzuges machten am Goldbergsee Purpurreiher, Fischadler, Rohrdommel und Raubwürger Rast. Wegen des großen Interesses der Naturfreunde wird nicht nur die Veranstaltung, zur Beobachtung der Durchzügler im Herbst auch im nächsten Jahr wiederholt werden. Eine weitere Veranstaltung der OAG, am 7. April 2013, während des Frühjahrsdurchzuges, bietet Vogelfreunden die Möglichkeit, bei uns sonst seltene Gäste der Avifauna zu beobachten.

 


Kolbenente am Goldbergsee
Kolbenente am Goldbergsee

Reichlings Löwenzahn im NSG Glender Wiesen
Reichlings Löwenzahn im NSG Glender Wiesen

Pflanzen

Bei der Entdeckung neuer, auch von den Botanikern für unseren Landkreis noch nicht nachgewiesenen Pflanzen, spielt manchmal auch der Zufall eine Rolle. Wie Alexander Ulmer berichtete, machte ein Naturfreund auf einen ganz besonderen Fund bei Drossenhausen, auf den Langen Bergen, aufmerksam. Aber es ist auch kein Wunder, dass die Korallenwurz im Landkreis lange Zeit verborgen geblieben war. Ist diese hübsche Orchidee mit den zahlreichen kleinen, grünweißen Blütchen, mit ihrer Höhe von 15 Zentimetern doch recht unscheinbar.

Auch Ruderalstandorte wie Bahnhöfe, Mülldeponien und Autobahnböschungen halten immer wieder Überraschungen für die Botaniker bereit. Hier kommen Pflanzen vor, die mit dem Verkehr oder Erdaushub eingetragen wurden. Ein unerwarteter Fund wurde auf der Bauschuttdeponie auf der Brandensteinsebene gemacht. Hier konnte der Straßengänsefuß wiederentdeckt werden. Die sehr seltene Art, die in den Dörfern, an gut mit Nährstoffen versorgten Ecken, beheimatet war, galt bisher für Oberfranken als verschollen. Bei der Kartierung der Glender Wiesen, dem Naturschutzgebiet nördlich des Goldbergsees, konnten mehrere Standorte vom Reichlings-Löwenzahn gefunden werden. Diese, zu den Moor-Löwenzähnen gehörende Art, hat weniger als zehn Fundorte auf der ganzen Welt. Ebenfalls sehr selten ist der gelb blühende Sparrige Schöterich. Dieses wärmeliebende Ackerunkraut hat bei Gauerstadt wahrscheinlich seinen letzten Fundpunkt in Oberfranken.

Eulen

2012 war ein erfolgreiches Brutjahr für die Schleiereulen. Gerold Schlosser erläuterte, dass ein gutes Mäusejahr auch immer dem Bruterfolg der Vögel zugutekommt. Von 13 Bruten konnten 58 Jungvögel flügge werden. 34 davon wurden von den Eulenschützern auch beringt. Leider konnten aber beim Rauhfußkauz als auch beim Sperlingskauz kein Bruterfolg verzeichnet werden. Erfreulicher war aber die Entwicklung beim Waldkauz. Bei 12 Bruten war sogar ein Nest mit fünf Jungvögeln dabei. Insgesamt konnten 14 Jungvögel beringt werden. Beim Steinkauz stellte sich noch kein Erfolg in den neuen Niströhren ein. Profitieren konnten daher nur Feldsperlinge, Stare, Meisen und Mäuse von den Steinkauzröhren.

Rotmilan

In den Jahren 2011/2012 lief die Erfassung der Reviere der Rotmilane im Landkreis. Als Schwerpunkt der Revierverteilung konnte hier der nordwestliche Landkreis ermittelt werden. Dieses Monitoring ist wichtig, um den Einfluss von geplanten Windkraftanlagen auf die 18 aufgefundenen Reviere abschätzen zu können.

Dohlen

Auch von den Dohlen liegen interessante Zahlen vor. Der „Vogel des Jahres 2012“ konnte sich im Landkreis, besonders auf den Langen Bergen und im Itzgrund, nach jahrzehntelang rückläufigen Zahlen, weiter ausbreiten. Insgesamt sind hier bereits 52 Brutpaare erfasst worden. Bei Lahm haben sich einige Brutpaare in den Baumhöhlen einer Platane niedergelassen.

Junger Waldkauz Bild: Konrad Weichert
Junger Waldkauz Bild: Konrad Weichert

Birdwatch Oktober 2012

Fischadler Bild: Z. Tunka
Fischadler Bild: Z. Tunka
Rohrdommel Bild: H. Werth
Rohrdommel Bild: H. Werth

Einen Fischadler, der seine weiten Kreise über dem Goldbergsee und die Glender Wiesen zieht und sich dann zum Jagen auf das Wasser herabstürzt, haben wohl noch nicht viele Vogelfreunde beobachten können. Diesen spektakulären Auftakt erlebten die Besucher, die am 1. Sonntag im Oktober ab 10 Uhr auf Einladung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) Coburg zur Vogelbeobachtungsplattform am Biotopsee gekommen waren.

Gemeinsam mit dem Grünflächenamt der Stadt Coburg informierte die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft im LBV, an diesem herausragenden Beobachtungsstandort, über die zügige Entwicklung des Gewässers zu einem wertvollen Biotop für seltene Vögel auf dem Durchzug in ihre Winterquartiere.

Nur noch fünf Bruten des Fischadlers sind in ganz Bayern, hauptsächlich in der Oberpfalz, nachgewiesen. So ist der Greifvogel mit einer Flügelspannweite von bis zu 170 Zentimetern ein seltener Gast in unserer Gegend. Aber nicht nur der Fischadler ist ein außergewöhnliches Beobachtungsobjekt beim diesjährigen „Birdwatch-Day“ gewesen.

Begeisterung löste auch die Entdeckung einer Rohrdommel (Botaurus stellaris) aus. Diese extrem seltene, versteckt lebende und gut getarnte Reiherart ist an ausgedehnte, feuchte Schilfbestände als Brutrevier gebunden. Bei Gefahr erstarrt der Vogel mit hochgerecktem Hals, der durch sein hell- und dunkelbraun gestreiftes Gefieder mit den Schilfrohren im Hintergrund verschwimmt. Das nächste bekannte Brutrevier des heimlichen Fischjägers liegt im Aisch-Regnitz-Grund. Für Bayern sind ganze neun Brutpaare gesichert. Der Bestand der 80 Zentimeter großen Vögel ist, wegen des schwindenden Lebensraumes, vom Aussterben bedroht.

Auch der Raubwürger (Lanius excubitor), der eine abgestorbene Weide im Röhricht als Sitzwarte bezogen hatte, kommt den Ornithologen nicht allzu häufig vor die Fernglaslinse. Zwar gibt es hin und wieder einmal ein Brutpaar im Grenzstreifen, doch war dieser Vogel bereits im 19. Jahrhundert in unserer Region als sehr selten aufgeführt. Mit 50 Brutpaaren in Bayern gilt er vom Aussterben bedroht.

Doch auch neben diesen seltenen Durchzüglern konnten die engagierten Vogelkundler, die mit Ferngläsern, Spektiven und Strichlisten ausgestattet waren, insgesamt 33 verschiedene Vogelarten melden. Zahlreich vertreten waren neben den Stockenten auch Kanadagänse, Krickenten, Kiebitze und Reiherenten. Dazu kam noch ein Schwarm mit geschätzt 1500 Staren, die in den Abendstunden im Schilfgürtel des Biotopsees ihre Schlafplätze bezogen.




LBV Landesvorsitzender Ludwig Sothmann nimmt Schutzackerurkunde entgegen

LBV Landesvorsitzender Ludwig Sothmann (Mitte) freut sich über die Schutzackerurkunde.

Der Schutz von Ackerwildkrautstandorten war stets Bestreben des Landesbund für Vogelschutz. Durch Pacht oder Ankauf geeigneter Flächen, zusammen mit maßgeschneiderten Bewirtschaftungskonzepten hat der LBV, in verschiedenen Landkreisen Bayerns, solche Standorte für die Zukunft gesichert. Beteiligt an diesen Arche-Noah-Projekten sind engagierte Landwirte vor Ort, die durch die Beachtung naturschutzfachlicher Vorgaben den Bestand der durch die konventionelle Landwirtschaft vom Aussterben bedrohte Ackerbegleitflora bewahren.
Anerkennung fanden diese jahrelangen kontinuierlich verfolgten Bestrebungen zur Bewahrung der seltenen Kulturfolger jetzt durch die Auszeichnung durch den Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL).

Am 5. Juni nahm LBV-Landesvorsitzende Ludwig Sothmann in Ahlstadt bei Coburg diese Auszeichnung für die naturnahe Bewirtschaftung von LBV-eigenen landwirtschaftlichen Flächen entgegen. Die Urkunde überreichte Bernd Blümlein, der Regionalkoordinator Bayern des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege. Ausgezeichnet wurden ebenfalls die Bewirtschafter der Flächen an vier verschiedenen Standorten in den Landkreisen Coburg, Lichtenfels und Freyung-Grafenau für ihr jahrelanges Engagement zum Wohle der Natur.

„100 Äcker für die Vielfalt“ lautet das Motto eines bundesweiten Gemeinschaftsprojektes, das den Aufbau eines Netzes von artenreichen Äckern zum Ziel hat. Bis 2013 soll auf bundesweit mindestens 100 Ackerstandorten eine auf die Ackerwildkräuter ausgerichtet Bewirtschaftung langfristig sichergestellt werden. In das Projekt werden nur solche Flächen aufgenommen, die sich durch einen herausragenden botanischen Artenbestand auszeichnen und deren Bewirtschaftung langfristig den Erhalt der Wildkräuter gewährleistet. In ganz Bayern wurden bis jetzt gut 20 „Äcker der Vielfalt“ ausgezeichnet. „Die Flächen im Eigentum des LBV bilden dabei einen wichtigen Grundstock. Insgesamt wird Bayern rund ein Viertel der 100 „Äcker der Vielfalt“ beisteuern – ein Hinweis, dass man in Bayern beim Schutz der Ackerwildkräuter auf einem guten Weg ist“, meinte Bernd Blümlein.

Auf Einladung des LBV fand im Juni 2010 die Exkursionstagung zum Schutz der Ackerwildkräuter in Bad Rodach bei Coburg statt. Das Interesse der Botaniker galt den Emmer- und Linsenfeldern auf den LBV-eigenen Flächen am Bockstadter Weg bei Ahlstadt. 30 Wissenschaftler der Universitäten Kassel, Greifswald, Göttingen und Erlangen überzeugten sich vom reichen Bestand seltener Ackerkräuter wie des Sommer-Adonisröschens (Adonis aestivatis) oder der Ackerhaftdolde (Caucalis platycarpos). Ihre Standortansprüche werden durch eine weitzeilige Aussaat der Cerealien gewährleistet. Auch die alle drei Jahre brachliegenden Flächen bieten Lebensraum für äußerst selten gewordene Ackerwildkräuter wie das Rispen-Lieschgras (Phleum paniculatum) oder den Ackerkohl (Congringia orientalis). Ein besonderes Highlight für die Botaniker war das Vorkommen des Gewöhnlichen Krähenfusses (Coronopus squamatus).

Im Rahmen des ABSP-Projektes „Lange Berge-Bruchschollenkuppen“ werden auf den Grenzertragsflächen des Kalkhöhenzüge seit 1998 etwa 18 Hektar von den Biolandwirten Nora Wölfert, Thomas Wank, Uwe Taubmann und Anton Wunderlich mit alten Getreidekultursorten Sommer- und Winteremmer, Einkorn, Dinkel und mit schwarzen Linsen bebaut. Auch sie wurden mit jeweils einer Urkunde ausgezeichnet.

LBV- Landesvorsitzender Ludwig Sothmann stellte in seinem Beitrag den gravierenden Rückgang der Ackerwildkräuter durch Flächenintensivierung oder Brachfallen dar. „50 Prozent der Ackerwildkräuter stehen mittlerweile auf der Roten Liste mindestens eines Bundeslandes in Deutschland“, führte der LBV-Vorsitzende aus. „Wo immer möglich sollten bestehende Bestände dieser seltenen Pflanzen erhalten und gefördert werden“, forderte Bernd Blümlein.

Positiv für die Ackerwildkräuter wirken sich regelmäßige Bodenbearbeitung bei Verzicht auf Pestizide und Düngung aus. Von den Landwirten verlangt dies entsprechenden Wissen und Fingerspitzengefühl. In Ahlstadt werden die Ackerflächen mit sichtlichem Erfolg für den Erhalt der Ackerwildkräuter bewirtschaftet. Auf LBV-Flächen haben die Ackerwildkräuter einen Überlebensraum gefunden.

Weiter Informationen zum Projekt "100 Äcker für die Vielfalt" finden sie unter http://www.schutzaecker.de/

Adonisröschen
Adonisröschen
Kornrade
Kornrade
Gauchheil
Gauchheil
Ackerrittersporn
Ackerrittersporn

LBV-Vorstand in Coburg für weitere 4 Jahre gewählt

Der Vorstand der Kreisgruppe Coburg von l. nach r.: Ulrich Leicht, Helmut Beran von der LGS Hilpoltstein, Annette Beuerlein, Karsten Gees von der BGS Bayreuth, Margret Bätz, Frank Reißenweber 1. Vors., Eckhard Mönnig, Gerold Schlosser, Stefan Beyer, Heribert Kindler, Volker Weigand, Klaus Engelhardt
Der Vorstand der Kreisgruppe Coburg von l. nach r.: Ulrich Leicht, Helmut Beran von der LGS Hilpoltstein, Annette Beuerlein, Karsten Gees von der BGS Bayreuth, Margret Bätz, Frank Reißenweber 1. Vors., Eckhard Mönnig, Gerold Schlosser, Stefan Beyer, Heribert Kindler, Volker Weigand, Klaus Engelhardt

Am Dienstag, den 28. Februar, trafen sich im Gasthof Kaiser die LBV-Mitglieder zu ihrer Jahreshauptversammlung. Zu Gast waren Helmut Beran von der Landesgeschäftsstelle in Hilpoltstein und Carsten Gees von der Bezirksgeschäftsstelle in Bayreuth. Sie leiteten die Vorstandswahlen. (Ergebnis s.u.)

In seinem Tätigkeitsbericht über die vergangenen 4 Jahre nannte Frank Reißenweber als herausragende Ereignisse die 100Jahrfeier des LBV im Jahr 2009. Im Naturkunde-Museum fand aus diesem Anlass eine Sonderausstellung, zum Wirken des LBV im Landkreis, statt. Die neue Geschäftsstelle, mit dem Diplom Geoökologen Alex Ulmer als Geschäftsstellenleiter, konnte dann am 1.August 2010 im Naturkunde-Museum eingeweiht werden. Sehr erfreulich ist der Mitgliederzuwachs in der Kreisgruppe. Durch die Werbeaktion im vergangenen Jahr, konnte der Mitgliederstand der Kreisgruppe Coburg auf 2 542 erhöht werden. Frank Reißenweber freute sich darüber, dass der Natur- und Artenschutz in der Region eine noch breitere Basis bekommen hat.

Zur Zeit betreut der LBV 182 Hektar Naturschutzland. Der Grunderwerb von naturschutzfachlich besonders wertvollen Flächen ist eine wirksame Maßnahme für den Arterhalt. Im vergangenen Jahr sind in Ahlstadt, Gemünda und Schlettach neue Flächen angekauft oder gepachtet worden. Die Eigentums- und Pachtflächen wurden durch Heckenpflanzungen und Pflegemaßnahmen weiter optimiert. Eine Bestätigung für die Wirksamkeit dieses Vorgehens, sieht Frank Reißenweber in der Eingliederung vieler Hektar LBV-Flächen in das deutschlandweite Schutzäckerprojekt. Im Hambachgrund konnten Hangwiesen hinzugepachtet werden. Sie schließen das Areal jetzt zur intensiv genutzten landwirtschaftlichen Fläche ab. Mit dem Neubau der Kleinkläranlage wurde das Anwesen weiter optimiert.

Auch in Sachen Umweltbildung ist viel geschehen. Wanderungen, Vogelstimmenführungen, Infostände und Schulklassenführungen erreichen viele Teilnehmer und sensibilisieren sie für den Umweltschutzgedanken.

Bald können auch der Naturlehrpfad und die Vogelbeobachtungsplattform am Goldbergsee eingeweiht werden, an deren Planung, Finanzierung und Umsetzung die Kreisgruppe maßgeblich beteiligt war.

Mehr als ein Jahr waren die Eulenschützer um Gerold Schlosser und Alex Ulmer unterwegs, um über 300 Eulennisthilfen im Landkreis mittels GPS zu erfassen.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden 8 Mitglieder für 20jährige Treue zum Verein mit der Silbernen Ehrennadel und 4 Mitglieder für 30jährige Zugehörigkeit mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Helmut Gack wurde für 40jährige Mitgliedschaft geehrt, Frank Reißenweber für seine 20jährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender. Beide erhielten die höchste Auszeichnung die der LBV zu vergeben hat.

 

Ergebnis der Neuwahlen:

 

1. Vorsitzender                       Frank Reißenweber

2. Vorsitzender                       Gerold Schlosser

3. Vorsitzender                       Stefan Beyer

Kassenwart                            Michael Kelber

Schriftführerin                        Annette Beuerlein

Stellv. Schatzmeisterin             Margret Bätz

Stellv. Schriftführer                 Ulrich Leicht

Jugendbeauftragter                 Jürgen Niedt

Beisitzer                                Dr. Eckhardt Mönnig

Beisitzer                                Gerhard Hübner

Beisitzer                                Volker Weigand

 


20 Jahre LBV-Ortsgruppe Neustadt

In der Presse vor 20 Jahren
In der Presse vor 20 Jahren

Ein rundes Jubiläum konnte die Ortsgruppe Neustadt in der Gaststätte Mühlenbrücke feiern. Vor 20 Jahren, am 31. Januar 1992, war sie in der Thüringisch Fränkischen Begegnungsstätte ins Leben gerufen worden. Anlass genug, einen Rückblick auf das Geschehen der letzten zwei Jahrzehnte zu geben. In seinem Diavortrag zeigten Klaus Engelhardt und Freimut Brückner wichtige Stationen der Naturschutzarbeit

Aus kleinen Anfängen war es dem 1. Vorsitzenden Klaus Engelhardt gelungen eine rührige Ortsgruppe mit über 430 Mitgliedern aufzubauen. Im Raum Neustadt konnten er und seine Mitstreiter, wertvolle Areale für den Naturschutz sichern. Großes Beharrungsvermögen war nötig, um am Südhang des Fechheimer Berges Stück für Stück Trockenrasengebiet in diesem Geschützten Landschaftsbestandteil zu erwerben. Hier haben selten gewordenen Pflanzen, wie die Küchenschelle, Silberdistel und das Helmknabenkraut eine Heimat. Zusätzlich aufgewertet wurde das Areal durch die Anlage einer fast einen Hektar großen Streuobstwiese. Durch Lehrtafeln über die Flora und Fauna des Naturschutzgebietes wird Wanderern und Naturfreunden ein im Ursprung erhaltenes wertvolles Gebiet näher gebracht. Dabei war es immer das Bestreben der Neustadter Ortsgruppe, auch durch das Aufstellen von Ruhebänken an exponierter Stelle, Besucher anzuziehen. So befinden sich nun insgesamt sieben Ruhebänke und elf Naturschautafeln in der Obhut des technischen Leiters Rainer Langert. Doch auch der Aichaer Teich und der im Wald liegenden Kaiserteich, werden von den Neustadtern betreut. 2010 wurden die verschlammten Gewässer ausgebaggert und so wieder zum Lebensraum für   seltene Amphibien gemacht.

Einen großen Bekanntheitsgrad und breite Anerkennung für ihre Arbeit hat die Ortsgruppe auch durch die Veranstaltung von Führungen erreicht, die sie regelmäßig veranstaltet.

 


Neuwahl bei der LBV Ortsgruppe Neustadt

Der Vorstand in Neustadt von links nach rechts: Klaus Engelhardt 1. Vorsitzender der Ortsgruppe Neustadt, Ursula Herold, Frank Reißenweber 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Coburg, Freimut Brückner, Rainer Langer und Adolf Herold
Der Vorstand in Neustadt von links nach rechts: Klaus Engelhardt 1. Vorsitzender der Ortsgruppe Neustadt, Ursula Herold, Frank Reißenweber 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Coburg, Freimut Brückner, Rainer Langer und Adolf Herold

Am 11. Februar fanden bei der Ortsgruppe Neustadt, nach vier Jahren, die turnusgemäßen Neuwahlen statt. Von 15 Stimmberechtigen wurde Klaus Engelhardt einstimmig als 1. Vorsitzender bestätigt. Ihm zur Seite steht als 2. Vorsitzender Freimut Brückner. Auch die folgenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Als Schriftführer Adolf Herold, als technischer Leiter Rainer Langer, als Kassier Ursula Herold und, neugewählt, als stellvertretender Kassier Ursula Schubert.


Wenn der Biber bibbert!

Die Buntspechte machen es sich auf einem vom Biber gefällten Baumstamm bequem.

 

Bei ihrem Monatstreffen im Januar waren die Buntspechte, so heißt die Kindergruppe des Landesbundes für Vogelschutz, dem Biber auf der Spur. Den meist in der Dämmerung aktiven Biber, haben die jungen Naturschützer bei ihrer Winterwanderung, die dem Flusslauf der Rodach entlang führte, selbst zwar nicht gesehen, die Spuren die er hinterlassen hatte aber schon. Vom Katzenzagel aus, dem Hügel zwischen Schweighof und Gauerstadt, hatten sich die Jungen und Mädchen auf Erkundungstour gemacht. Musste der Kindergruppenbetreuer Jürgen Niedt noch auf die ersten angenagten Baumstämme aufmerksam machen, hatten die Kinder schon bald einen Blick für die Spuren des großen Nagers entwickelt. Jeder wollte nun die nächste gefällte Erle oder Weide entdecken. Vom Besenstiel dicken jungen Bäumchen bis zu Stämmen, die einen Durchmesser von über 30 Zentimeter maßen, hatte der hungrige Biber keine Mühe gescheut, um an die saftigen Zweige zu kommen. Denn der Biber, das wussten die Kinder schon, frisst nicht etwa Fische, wie sein Leben im Wasser vermuten ließe, sondern ist ein reiner Vegetarier. Im Rodachgrund bei Schweighof kann Meister Bokert, wie der Biber in der Fabel genannt wird, nun Dämme anlegen und Wasser aufstauen. So bleibt der Eingang zu seiner Wohnburg immer sicher unter dem Wasserspiegel. Auch der LBV besitzt entlang der Rodach einige Flächen, auf denen Biber sich ungestört ausbreiten kann.


Birkenzeisig Bild: Petra Altrichter
Birkenzeisig Bild: Petra Altrichter


LBV und NABU küren die Dohle zum Vogel des Jahres 2012

Bild: Christian Falk
Bild: Christian Falk

Coburg – Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern haben die Dohle (Coloeus monedula) zum Vogel der Jahre 2012 gekürt. Damit soll eine der intelligentesten heimischen Vogelarten beleuchtet werden, die trotz ihrer Anpassungsfähigkeit immer weniger Nistmöglichkeiten findet. 

lesen Sie hier mehr zur Dohle

 


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