Märchenhafter Garten in Thierach

Mit dem LBV führte Carola Rückert am 17. Juni durch ihren Garten.
Foto: Cordelia Hiller
Mit dem LBV führte Carola Rückert am 17. Juni durch ihren Garten.  
Foto: Cordelia Hiller

 

Auf einer platten Wiese und ohne jegliche Vorkenntnisse hat Carola Rückert vor rund 30 Jahren in Thierach als junge Frau angefangen, ihren Garten aufzubauen – gerade fertig gebaut, frisch Mutter und der Mann auf Montage. Zunächst ließ sie aus einer benachbarten Baustelle Erde hertransportieren, die sich dann als völlig unfruchtbarer Tonboden entpuppte. Doch die gebürtige Holsteinerin gab nicht auf und trotzte allen Anfangsschwierigkeiten. Heute, rund 30 Jahre später, ist der 5000 Quadratmeter große Garten ein kunstvolles Refugium prachtvoller Staudenrabatte, sorgsam komponierten Pflanzen und Kunstobjekten. Der kleine Walnussbaum, den Carola Rückert mit ihrem Renault R4 damals von der Baumschule nach Hause transportierte, ist mittlerweile ein stolzer, 15 Meter hoher Baum, der die Terrasse großzügig beschattet. Auf den verwunschenen Wegen kommt man zu einem Pavillon und zu einem wunderschönen Teich. Der naturnahe Garten zeichnet sich auch ökologisch aus: Viele Singvogelarten und eine Buntspechtfamilie haben das Gelände längst für sich entdeckt. Die blütenreichen Säume, Wiesen und Rabatte locken eine Vielzahl von Insekten an, die wichtige Bestandteile dieses Ökosystems sind.

 

Im Sommer arbeite sie täglich bis zu 12 Stunden in ihrem Garten, berichtete Carola Rückert am 17. Juni gut gelaunt, als sie mit dem LBV durch ihren Garten führte. Alle Besucher waren schon vorher in den Genuss einer Vogelstimmenwanderung von Frank Reißenweber und eines Vortrags über Nisthilfen von Kai Schwämmlein gekommen. Nach einer Tasse Kaffee führte Carola Rückert durch ihren märchenhaften Garten und erzählte hier und dort kurze Anekdoten und gab wertvolle Tipps zur Gartenarbeit. Wer am 17. Juni nicht dabei sein konnte, kann auch im Rahmen der „offenen Gartenpforte" von Mai bis Oktober in Thierach wandeln, schauen, genießen und sich inspirieren lassen. Mehr Informationen finden Sie unter www.gartenundkunst-thierach.de.


Ein schöner Arbeitseinsatz mit den Geocachern

 

Unser steiler Hang am Plestener Spitzberg war bis vor ein paar Jahren ein dichter Wald, der vom Vorbesitzer gerodet worden war. Die Fläche wurde aufgrund einer Biotopvernetzung – oben auf dem Berg befindet sich eine isolierte Orchideenwiese – nicht wieder aufgeforstet werden, sondern soll sich zu einem Magerrasen entwickeln. Hierfür ist die ersten Jahre eine intensive Pflege nötig und vor allem eine regelmäßige Entbuschung.

 

An einem sonnigen Samstag Ende April war es dann so weit: Mit Gartenhacken, Astscheren, Rechen und Harken rückten über 20 Leute an, um die Brombeeren und andere Stauden zurückschneiden und Teile der alten Streuauflage aus dem Hang zu holen. Die mühsame Arbeit teilten sich die LBVler an diesem Tag mit den Geocachern: Bei diesen stand die Landschaftspflegeaktion unter dem Motto "Green Smile", die beweisen soll, dass den Geocachern Naturschutz am Herzen liegt, und sie die Natur nicht nur als Versteck ihrer GPS-Schnitzeljagd sehen.

 

Wir sagen allen Beteiligten vielen herzlichen Dank für ihren Einsatz. Vielen Dank auch an Alexander Hamann, der die Gemeinschaftsaktion angeregt hat. Und vielen Dank an alle Geocacher für den interessanten Austausch.

vorher
vorher
nachher
nachher

Jahreshauptversammlung „2017 war ein sehr erfolgreiches Jahr“


Treue Mitgliedschaft: Bei der Jahreshauptversammlung am 27. Februar ehrte der Erste Vorsitzende Frank Reißenweber die sechs folgenden Mitglieder für ihre 30-jährige Zugehörigkeit zum LBV: Heiko Glüer für den Obst- und Gartenbauverein Waldsachsen, Christl Arbeiter, Dietmar Benkert für die SÜC, Hermann Cohrs, Harald Fischer sowie Helmut Bräcklein (von links).
Foto: Hans Schönecker
hallo

 

Die Rückkehr des Steinkauzes ins Coburger Land, die Botanik-Exkursion mit Jürgen Feder, die wiedergefundene Feldgrille bei Herreth, verschiedene Auszeichnungen von LBV-Mitgliedern durch die bayerischen Umweltministerin und über 50 kostenlose Veranstaltungen zum Thema Umwelt und Naturschutz: Das Jahr 2017 war für den LBV Coburg ein sehr erfolgreiches und abwechslungsreiches Jahr. Das betonte der Erste Vorsitzende Frank Reißenweber in seinem Tätigkeitsbericht bei der Jahreshauptversammlung 2018, die am 27. Februar im Gasthaus Kaiser in Dörfles-Esbach stattfand. Die Mitgliederzahl des LBV Coburg sei vergangenes Jahr auf rund 3000 Mitglieder angestiegen. Frank Reißenweber freute sich: „Daran sieht man, dass den Coburgern ihre Natur wichtig ist.“ Sechs Mitglieder wurden bei der Jahreshauptversammlung für ihre treue Mitgliedschaft auch gleich ausgezeichnet, darunter die SÜC und der Waldsachsener Gartenbauverein, für die Vertreter gekommen waren. Freilich waren es noch viel mehr Jubilare, die jedoch an diesem Termin verhindert waren und ihre Urkunde nun zugeschickt bekommen.

 

Frank Reißenweber stellte auch noch einmal kurz das wichtige Projekt „Agrarlandschaft Oberfranken“ vor, das nun 2018 anläuft: In einer einzigartigen Zusammenarbeit von Naturschutz, den Jägern und dem Bauernverband sollen Fakten zusammengetragen werden, welche Agrarförderung der Natur wirklich hilft. Und der Stadt Coburg habe man ein Konzept unterbreitet, wie unbewirtschaftete städtische Wälder naturfreundlicher werden könnten. Empfohlen wurde auch, den Coburger Stadtwald FSC zertifizieren zu lassen.

 

Er dankte allen Arbeitsgruppen und Ortsgruppen für ihre vorbildliche Arbeit und die guten Einzelergebnisse. Der LBV hat die Arbeitsgruppen Ornithologie, Eulenschutz, Störche, Vogelauffangstation, Fledermäuse, Botanik, Mykologie, Insekten, Biotoppflege sowie die Kindergruppe, die sich alle zusammen für den Naturschutz im Coburger Land einsetzen. Der LBV freut sich immer, wenn sich jemand ehrenamtlich engagieren möchte.

 

 

Auch die Ortsgruppe Neustadt traf sich zur Jahreshauptversammlung. Am 20. Februar wurden bei dieser Gele-genheit langjährige Mitglieder geehrt. Von links: Andreas Ritter, Freimut Brückner, Petra Altrichter, Dr. Hubert Kluger und Elisabeth Faber.


Petra Altrichter ist nun ein "Grüner Engel"

Das bayerische Umweltministerium ehrte jetzt Petra Altrichter für ihr Engagement im Naturschutz und zeichnete sie mit dem „Grünen Engel“ aus. Foto: StMUV
Das bayerische Umweltministerium ehrte jetzt Petra Altrichter für ihr Engagement im Naturschutz und zeichnete sie mit dem „Grünen Engel“ aus.        Foto: StMUV

 

Die stellvertretende Leiterin der LBV-Ortsgruppe Neustadt bei Coburg, Petra Altrichter, ist jetzt am 2. März in Bayreuth vom Bayerischen Umweltministerium mit dem „Grünen Engel“ ausgezeichnet worden. In der Laudatio lobte die Regierungspräsidentin von Oberfranken, Heidrun Piwernetz, die Insektenspezialistin als leidenschaftliche Naturschützerin, die einen großen Teil ihrer Freizeit für ihre vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben einsetzt: „Als begabte Naturfotografin versteht sie es in hervorragender Weise dem Betrachter Schönheit und Wert unserer Natur eindrucksvoll zu vermitteln. Darüber hinaus erfasst sie die Bestände der heimischen Blütenpflanzen und beteiligt sich an der Kartierung der heimischen Tagfalterfauna sowie der Erfassung von Quellstandorten im Raum Neustadt bei Coburg. Ihre Mitwirkung bei der Gestaltung von Biotopen rundet ihr vielfältiges Wirken ab.“ Petra Altrichter freute sich über den Preis sehr. Eine Orchideen-Wanderung des LBV in Neustadt weckte vor jetzt 18 Jahren ihre Faszination für die Natur. Sie befasste sich eingehender mit wildwachsenden Orchideen und begann, die wunderschönen Blumen und später auch Insekten mit der Kamera festzuhalten. "Mit der Unterstützung des LBVs habe ich mich zu einem richtigen Artenkenner entwickelt", erzählt die Neustadterin. Heute macht die 63-Jährige wirklich herausragende Naturfotos und kennt jeden einzelnen heimischen Tagfalter mit dem Namen.  

Aus Neustadt war der 3. Bürgermeister Martin Stingl mit angereist und überreichte Petra Altrichter einen Blumenstrauß. Bereits im vergangenen Jahr ist der Leiter der Ornithologischen Arbeitsgruppe des LBV Coburg, Volker Weigand, mit dem „Grünen Engel“ ausgezeichnet worden. Mit diesem Preis würdigt das bayerische Umweltministerium jedes Jahr bayernweit symbolisch Menschen für ihr vorbildliches Engagement im Umweltbereich. Dies erfolgt im Rahmen des „Natura 2000“-Programms, in dem sich europäische Staaten gemeinsam für den Naturschutz einsetzen. In Deutschland sind dafür die Bundesländer zuständig. Deswegen hat nun auch das bayerische Umweltministerium den Preis verliehen.

 

HIER erfahren Sie mehr über die Arbeitsgruppe Insekten.

 

Am 21. Juli 2018 führt Petra Altrichter durch die heimische Natur zu einer Schmetterlingswanderung.

 

 


Der LBV Coburg hat jetzt einen „Grünen Engel“

Die bayerische Umweltministerin würdigte jetzt Volker Weigand aus Meeder für sein Engagement im Naturschutz und zeichnete ihn mit dem „Grünen Engel“ aus. Foto: StMUV
Die bayerische Umweltministerin würdigte jetzt Volker Weigand aus Meeder für sein Engagement im Naturschutz und zeichnete ihn mit dem „Grünen Engel“ aus. 	      		Foto: StMUV

 

Die Natur kennt keine politischen Grenzen. Deswegen ist es unbedingt notwendig, dass die Staaten beim Naturschutz zusammenarbeiten. Dies erfolgt europaweit unter dem Titel „Natura 2000“, unter dem sich die EU-Mitgliederstaaten zum Ziel gesetzt haben, die biologische Vielfalt in Europa zu schützen und ein zusammenhängendes Netz europäischer Schutzgebiete aufzubauen. In Deutschland sind dafür die Bundesländer zuständig. Dementsprechend war es die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf, die nun (1. Juni) in Eching bei München Volker Weigand vom Landesbund für Vogelschutz Coburg mit dem „Grünen Engel“ ausgezeichnet hat. Mit einer Ehrennadel und einer Urkunde würdigt jedes Jahr das bayerische Umweltministerium symbolisch Menschen für ihr vorbildliches Engagement im Umweltbereich.

 

In diesem Jahr waren es elf Personen, die den „Grünen Engel“ verliehen bekommen haben, darunter einer aus Oberfranken, nämlich Volker Weigand aus Meeder. Der Leiter der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft des LBV Coburg, dokumentiere mit seiner Gruppe seit vielen Jahren den Vogelbestand im Coburger Raum, insbesondere im Bereich des Vogelschutzgebietes Glender Wiesen und Goldbergsee, so begründete die Umweltministerin seine Auszeichnung in der Laudatio. „Der amtliche Naturschutz profitiert in erheblichem Maße von seinem ehrenamtlichen Engagement.“ Von den Spezialisten der Arbeitsgruppe seien sage und schreibe 190 Vogelarten in diesem Gebiet festgestellt worden. „Auch bei der Besucherlenkung und der Öffentlichkeitsarbeit setze sich die Arbeitsgruppe sehr für den Naturschutz ein. Seine Gruppe beteilige sich beispielweise an der weltweiten „Birdwatch-Veranstaltung“ und führe Exkursionen zur Vogelbestimmung durch, so die Ministerin in der Laudatio weiter.

 

Es war sein Großvater, der ihm die Liebe zur Natur nahe brachte, sagte Volker Weigand, der schon mit 13 Jahren in die damalige Naturschutzjugendorganisation „Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung“ (DJN) eingetreten ist. Seit 1988 engagiert er sich beim Landesbund für Vogelschutz und freut sich jetzt über die Auszeichnung sichtlich. „Umweltschutz ist Lebensschutz. Eine intakte Umwelt ist für alle Menschen die Lebensgrundlage, und für die Landwirtschaft die Existenzgrundlage!“


Hier erfahren Sie mehr über die Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft des LBV Coburg.

 

Der nächste Birdwatch findet am 1. April am Goldbergsee statt.

 

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
zum Anfang
Neu! Jahresprogramm 2018

Das Jahresprogramm 2018 der LBV-Kreisgruppe Coburg erhalten Sie in der LBV-Geschäftsstelle, im Landratsamt und vielen Rathäusern in Stadt und Landkreis Coburg

- oder Sie laden es sich HIER selbst als PDF herunter (zirka 6 MB).

Spenden für Coburgs Natur

 

Unterstützen Sie unsere Naturschutz-Arbeit im Coburger Land auch finanziell.

Unser Spendenkonto:

LBV-Kreisgruppe Coburg

IBAN: DE55 7835 0000 0040 2532 05

BIC: BYLADEM1COB

Sparkasse Coburg-Lichtenfels

 

Ihre Fragen beantworten wir gerne unter

09561 / 40797-0

oder coburg@lbv.de

 

 

Mitglied werden
LBV Naturshop
LBV QUICKNAVIGATION