Schwarzstörche im Coburger Land


 

Hier finden Sie die im Landkreis Coburg brütenden Schwarzstörche. Da die Schwarzstorchpopulationen im Franken-, Thüringerwald und in der Rhön sehr stark sind, konnten in den letzten Jahren häufig nomadisierende Schwarzstörche im Coburger Land beobachtet werden. Die Arbeitsgruppe "Schwarzstorch" in der Kreisgruppe Coburg versucht mögliche Schwarzstorchhorste zu finden, um den während der Brutzeit scheuen und störungsempfindlichen Schwarzstorch an seinem Horst zu schützen.

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

Aktuelles von den Schwarzstörchen


Weißstörche im Coburger Land

 

Verfolgen Sie mit dem LBV-Coburg und seinem Weißstorchexperten Hans Schönecker auf diesen Seiten das erfreuliche Wiedererstarken der Weißstorch-Population im Coburger Land!

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

Die Coburger Storchenkarte

Klicken Sie einen der Weißstorch-Horste im Coburger Land auf der Karte an und Sie erfahren alles, was sich dort aktuell tut und bisher schon alles getan hat!

Aktuelles aus dem Coburger Weißstorchenjahr


Storch überlebt drei Wochen im Fabrikschornstein

Auch früher schon saßen die beiden gerne auf dem Schornstein des Fabrikgeländes Wagner. Foto: Hans Schönecker
Auch früher schon saßen die beiden gerne auf dem Schornstein des Fabrikgeländes Wagner.    Foto: Hans Schönecker

 

Oh, wie haben wir uns gefreut, als das Storchenpaar in Scherneck wieder seinen Horst bezog. Mitte März verschwand der Storchen-Mann jedoch plötzlich, und uns erreichte ein Hinweis, dass er vermutlich tot ist.

 

Lesen Sie hier die unglaubliche Geschichte, wie ihm seine Storchen-Gattin das Leben rettete und dabei selbst fast starb.


19.03.2017 ein neuer Partner auf dem Stangenhorst in Scherneck

Im Kontakt mit Boyo Lessing, auf dessen Grundstück zwei Nisthilfen für Weißstörche aufgebaut sind, habe ich erfahren:

13.03. das Paar kopuliert auf dem Horst, es bringt Äste und Zweige herbei und bauen am Horst.

15.03. der männliche Storch DEW OX435 kehrt am Abend nicht auf den Horst zurück.

18.03. ein zweiter Storch landet auf dem Horst. Er wirft das schwedische Weibchen immer wieder aus dem Horst. Erst als sie sich in die Nestmulde setzt, duldet er sie.

19.03. zeitgleich entdecken Boyo und ich, dass es sich um einen neuen Storch mit der Ringnummer DER AP433 handelt. Ich habe die Ringnummer an die Vogelwarte Radolfzell gemeldet um mehr über ihn zu erfahren.

Auf dem Bild - bitte zum vergrößern drauf klicken - ist im Hintergrund die mit drei farbigen Ringen markierte schwedische Störchin zu sehen. Im Vordergrund der neue - wahrscheinlich männliche - Partner mit der Ringnummer DER AP 433.

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

Sie sind alle wieder da!

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Schernecker Storchenpaar hält auch bei Schnee die Stellung unterm Stangenhorst

18.01.2017  Aktuell ist das Brutpaar vom Schernecker Stangenhorst noch immer da. Sie sind im Energiesparmodus. Weißstörche können bis zu 10 Tage ohne Futter auskommen. Sie plustern sich auf, so dass unter ihrem Federkleid ein Luftpolster entsteht wie bei einer Daunenjacke. Sie wollen offensichtlich die ersten sein und demnächst ihren Horst gegen die zurückkehrenden Störche verteidigen.                                     Bitte klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern!

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

weiterer Überwinterer im Itzgrund?

26.12.2016  Vor kurzem hat mir Boyo Lessing per Email mitgeteilt, dass er einen weiteren, beringten Weißstorch beobachten konnte. Es sei das Männchen aus Meschenbach mit der Ringnummer DER A8995. Auch die direkte Anliegerin am Meschenbacher Brauereischornstein - die 96-jährige Frau Pählich - berichtete mir von einem einzelnen Storch auf dem Meschenbacher Horst. Sie kann von ihrem Küchenfenster den Storchenhorst sehen.

Heute habe ich eine Erkundungsfahrt durch den ganzen Itzgrund von Meschenbach über Scherneck, Buchenrod, Rossach, Kaltenbrunn bis Lahm im Itzgrund unternommen. Leider konnte ich keinen weiteren Überwinterer entdecken, obwohl ich immer nah an Nahrungswiesen geblieben bin.

Das Schernecker Storchenpaar konnte ich auf der Wiese unter ihrem Storchenhorst fotografieren. Sie haben sich gut aufgeplustert und waren mobil. Bitte klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

Nisthilfe für Weißstorch auf Gut Schweighof montiert

25.11.2016  Die Bayerischen Staatsforsten - Forstbetrieb Coburg - haben im Sommer signalisiert, dass sie bereit wären, eine Nisthilfe für den Weißstorch auf einer Scheune des Gutes Schweighof zu finanzieren. Nach einer gemeinsamen Ortsbesichtigung im August habe ich Kontakt zu der Firma Metallbau Ohland in Bad Rodach aufgenommen. Herr Ohland hat nach meinen Angaben eine Skizze der Nisthilfe mit den Befestigungsmöglichkeiten angefertigt. Im November war die Nisthilfe fertig gestellt und konnte montiert werden. Rund um Gut Schweighof sind großflächig Wiesen und Feuchtgebiete, die dem bisherigen Storchenpaar in Bad Rodach und den Schwarzstörchen aus dem angrenzenden Thüringen zur Ernährung dienen. Ich bin sicher, dass auch ein weiteres Storchenpaar hier satt wird und Junge erfolgreich groß ziehen kann. Bitte klicken Sie auf die Bilder um sie zu vergrößern!

Fotos: Hans Schönecker
Fotos: Hans Schönecker

zwei überwinternde Weißstörche im Itzgrund

06. und 13.11.2016  Ende August 2016 haben alle Weißstörche das Coburger Land verlassen! Alle? Nein, mindestens zwei Weißstörche sind hier geblieben und können wie weitere 250 Weißstörche in Bayern als "Überwinterer" bezeichnet werden. 

Schon im Oktober konnte ich bei Autofahrten in Richtung Süden an der B 4 regelmäßig zwei Weißstörche beobachten. Im November wollte ich es dann wissen. Ich habe von den beiden Störchen Bilder gemacht, die eindeutig belegen, dass es sich um das beringte Storchenpaar handelt, das in Scherneck in diesem Jahr erstmalig vier Junge groß gezogen hat. Boyo Lessing, auf dessen Stangenhorst die beiden hin und wieder übernachten, bestätigte mir meine Beobachtung. Sie sehen jetzt - außerhalb der Brutsaison - den ganzen Itzgrund als ihr Nahrungsgebiet an und sind mal bei Rossach, mal bei Meschenbach zu sehen. Durch die Beringung des Männchens mit DEW OX435 und des Weibchens mit SVS 831 (erkennbar durch drei farbige Ringe: blau/rot/gelb) ist klar, dass es sich um das Paar aus Scherneck handelt. Beide haben schon im Winter 2015 auf 2016 im Maintal bei Lichtenfels OT Reundorf gemeinsam überwintert. Die schwedische Störchin ist 2015 aus einer schwedischen Aufzuchtstation in die Freiheit entlassen worden. Durch die sieben Jahre lange Unterbindung des Zugtriebes in der Gefangenschaft, hat sie "verlernt" in das Winterquartier zu fliegen. Hinzukommt, dass die Winter der letzten Jahre sehr mild waren. Ich werde sie weiter beobachten. Bitte klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern!

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

Abbruch Nestbau in Sonnefeld

20.04.2016  Bei mehreren Kontrollbesuchen am Kamin in Sonnefeld konnte weder durch Frank Reißenweber noch durch mich der nestbauende Storch gesehen werden. Es ist auch keine Vergrößerung des Nestes durch neues Nistmaterial erkennbar. Unklar ist warum der Storch hier abgebrochen hat. Vielleicht sieht ein anderer Storch den begonnenen Nestbau und baut weiter?


überraschende Entdeckung auf dem Neustadter Storchenhorst

14.04.2016  Heute hat mich der Vorsitzende der LBV-Ortsgruppe, Freimut Brückner, davon informiert, dass er heute auf dem Schornstein der Hausser-Fabrik, auf dem vor Jahren eine Plattform für einen Storchenhorst montiert wurde, ein Storchenpaar gesichtet wurde. Am gleichen Tag konnte er beobachten, dass das Storchenpaar von vier Fremdstörchen angegriffen wurde. Der anwesende Storch konnte den Horst verteidigen bis der Partner zur Unterstützung zurück kam. Weitere Beobachtungen müssen erfolgen, bevor von einem Brutbeginn ausgegangen werden kann.

Foto: Freimut Brückner "Angriff"
Foto: Freimut Brückner "Angriff"

Sonnefeld hat seinen Storch

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

01.04.2016  Ein aufmerksamer Sonnefelder Bürger hat gemeldet, dass ein Storch auf einem nicht mehr genutzten Schornstein sein Nest baut. Eine Nachschau hat die Angaben bestätigt. Der Storch hat schon viele Äste und Zweige auf den Schornstein gebracht und geschickt miteinander verflochten. Wenn eine Störchin vorbei kommt, ist das Umfeld gut geeignet um eine Storchenfamilie zu ernähren.

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Weiterer Storchenhorst am Rand von Schottenstein

23.03.2016  In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Coburg konnte auf der Anhöhe am Ortsrand von Schottenstein auf einem früheren Strommasten ein neuer, vom Merlacher Schmied vorbereiteter Storchenhorst, aufgebaut werden. Da noch immer einzelne Störche durch das Coburger Land ziehen, besteht die Möglichkeit, dass der Horst noch in diesem Frühjahr besetzt wird.

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

Neuer Storchenhorst am Rand von Dörfles-Esbach

12.03.2016  Auf einem Grundstück in der Von-Werthern-Straße, Dörfles-Esbach haben wir heute - rechtzeitig zur Rückkehr der Weißstörche - einen neuen Storchenhorst auf einem nicht genutzten Silo aufgebracht. In den vergangenen Jahren wurden hier immer wieder Störche im Frühjahr und Herbst auf dem Zug beobachtet. Die Umgebung ist vom Nahrungsangebot her gut geeignet für ein Storchenpaar zur Jungenaufzucht. Nach den Vorarbeiten ging es heute auf die Betonplatte in 13 Metern Höhe. Nach drei Stunden in zugiger Höhe waren wir fertig. Noch ein paar Zweige zum anlocken der Durchzügler und nun heißt es abwarten.

Fotos: Hans Schönecker
Fotos: Hans Schönecker

Storchennest Hopping

06.02.2016   Auf meiner heutigen Storchentour an Itz und Rodach hatte ich ein tolles Erlebnis. Zuerst sah ich in Rossach auf dem Schlot zwei Störche, die ihr Gefieder putzten. Nach kurzer Zeit flogen sie in Richtung Itzwiesen davon. Mein nächster Besuch galt dem Brauereischlot in Kaltenbrunn. Kurz vor Kaltenbrunn überholte ich zwei Störche, die dann auf dem Brauereischlot landeten. Das kam mir spanisch vor. Beim vergrößern der Ringnummer war klar, ich hatte zweimal das gleiche Storchenpaar fotografiert. Es sieht so aus, als ob sich das Männchen DER A8997 - er hat in den vergangenen Jahren immer in Meschenbach gebrütet - und sein Weibchen, sich noch nicht sicher sind, ob sie in Meschenbach brüten sollen. Hoffentlich kommt es nicht zu Horstkämpfen falls sie in Rossach oder Kaltenbrunn brüten wollen.

An den Horsten in Meschenbach, Scherneck - dort übernachten DER A8997 und seine Partnerin - Seßlach, Gemünda, Bad Rodach und am Goldbergsee waren keine Störche zu beobachten. 

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Beide Fotos: Hans Schönecker
Beide Fotos: Hans Schönecker

Zwei Überwinterer bei Reundorf

10.01.2016   Nach einem Hinweis auf zwei beringte, überwinternde Weißstörche bei Reundorf an die Landesgeschäftsstelle in Hilpoltstein durch Herrn Gottfried Schardt, bin ich heute dorthin gefahren. Die beiden Störche sind schon seit dem Herbst in dieser Region beobachtet worden. Auf den Wiesen zwischen Autobahn und Main konnte ich die beiden Störche fotografieren. Ein Storch hat die ELSA-Ringnummer DEW 0X435 und hat im Frühjahr 2015 in Scherneck erfolglos auf ein Weibchen gewartet. Er ist in der Nähe von Darmstadt in einem Vogelpark aufgewachsen und beringt worden. Der zweite Storch trägt rechts einen Aluminiumring mit der Nummer 831. Am linken Bein sind drei codierte Farbringe die ebenfalls die Nummer 831 darstellen. Dieser Storch ist in Schweden über das "Riksmuseum Stockholm Schweden" beringt worden. Ich habe heute dort den Ring gemeldet und erwarte in den nächsten Tagen eine Antwort. 

 

12.01.2016   Berith Cavallin aus Schweden hat geantwortet und mitgeteilt, dass die ältere Störchin mit der Ringnummer 831 in Schweden mit einem Partner im April 2015 5 Eier gelegt und ausgebrütet hat. Nach einer sehr kalten Nacht am 18. Mai 2015, mit heftigem Regen sind die 5 Jungstörche umgekommen. Die Eltern blieben noch einige Zeit in der Nähe des Horstes. Seit Ende Mai 2015 ist sie aber nicht mehr gesehen worden. Sie vermutet, dass die Störchin 831 mit den 67 schwedischen Jungstörchen Anfang August 2015 in Mainfranken gewesen ist und sich dann von dem Trupp getrennt hat.

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Alle Fotos: Hans Schönecker
Alle Fotos: Hans Schönecker

Storch DER A8997 inzwischen in Scherneck gesichtet

03.01.2016   Nach einem Anruf von Dr. Lessing aus Scherneck, dass bei ihm seit gestern zwei Störche angekommen sind, bin ich heute zum nachschauen vor Ort gewesen. Auf der Wiese, neben dem Grundstück, konnte ich einen Storch entdecken. Der zweite Storch - mit der Ringnummer DER A8997 - stand auf dem Dach eines Nebengebäudes. Beide Störche haben sich wegen der Kälte aufgeplustert, waren aber durchaus mobil. Da es in den nächsten Tagen wieder wärmer werden soll, werden sie wohl vor Ort bleiben.

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

Erste Rückkehrer im Itzgrund angekommen

31.12.2015   Die ersten drei Weißstörche sind vor einigen Tagen im Coburger Land angekommen. Mit dabei ist der Storch, der in den vergangenen drei Jahren in Meschenbach auf dem Brauereischlot gebrütet hat. Als Männchen versucht er als erster wieder auf den angestammten Horst zurück zu kommen. Er besetzt und verteidigt seinen Horst gegen andere Rückkehrer. Bei meiner Suche im Itzgrund bin ich nach einer Zeitungsmeldung bei Kaltenbrunn in den Wiesen an der Itz auf die Störche gestoßen. Einer von den Dreien hat einen ELSA-Ring am linken Bein. Mit dem Auto konnte ich nahe genug heranfahren, um den Ring so fotografieren zu können, dass ich ihn ablesen konnte. DER A8997 lautet die Gravur. Der Storch ist ein "alter Bekannter". Er hat in den vergangenen drei Jahren, seitdem ich die Störche im Coburger Land intensiv beobachte, auf dem Brauereischlot in Meschenbach gebrütet. Im Jahr 2015 ist er am 19.01.2015 aus dem Winterquartier zurück gekommen. Im Winter 2013/14 hat er im Tal der Itz zwischen Meschenbach und Scherneck überwintert. 

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

Kein überwinternder Weißstorch im Coburger Land 2015/16

 

12.12.2015    Nach einer letzten, von mir durchgeführten Kontrollfahrt durch das Rodachtal und den Itzgrund kann ich sagen, dass keiner der bei uns brütenden Weißstörche hier geblieben ist. Am längsten hat es noch der "Besuchsstorch" bei Boyo Lessing ausgehalten. Seit Ende Oktober 2015 hat aber auch dieser, in einem Vogelpark groß gewordene Weißstorch, das Coburger Land verlassen.

 

Ich gehe erneut von einem milden Winter 2015/16 aus und erwarte, dass schon Ende Januar bzw. Anfang Februar 2016 der erste Storch in unsere Heimat zurück kehrt. Es stellt sich nur die Frage, wird das Kaltenbrunner oder das Meschenbacher Männchen als Erster da sein, seinen Horst besetzen und verteidigen.


Zu den Tagebüchern der Weißstörche im Coburger Land geht es über einen Klick auf der  Storchen-Karte!

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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