Der Storchenhorst in Scherneck

 

 

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker
Ankunft 1. Storch

01.01.2017

Überwinterer

Ankunft 2. Storch

01.01.2017

Überwinterer

Brutbeginn
Anzahl Jungstörche
Beginn Flugübungen
Verlassen des Horstes
Storch beringt?

DER AP433

SVS 831


Tagebuch der Schernecker Weißstörche


Dramatische Rettungsaktion in Untersiemau

Auch früher schon saßen die beiden gerne auf dem Schornstein des Fabrikgeländes Wagner. Foto: Hans Schönecker
Auch früher schon saßen die beiden gerne auf dem Schornstein des Fabrikgeländes Wagner. Foto: Hans Schönecker

 

Die Überraschung für alle Storchen-Liebhaber war groß, als der männliche Storch des Storchenpaares aus Scherneck Mitte März abends plötzlich nicht mehr zum gemeinsamen Liebesnest zurückkehrt. Drei Tage später landet ein anderer männlicher Storch auf dem Horst und ringt mit der Storchen-Dame um den Horst. Nach anfänglichem Streit scheinen die beiden sich zu vertragen, und der neue Storchen-Mann bleibt fortan mit der Storchen-Dame im Horst.

 

Wir wissen nicht, was mit dem alten Storch passiert ist.

 

Nachdem die Zeitung über den Zwischenfall berichtet, meldet sich eine aufmerksame Leserin in der LBV-Geschäftsstelle und gibt an, dass sie einen toten Storch im Straßengraben an der B4 zwischen der Abfahrt Untersiemau und Rossach/Großheirath gesehen hat. Wir vermuten, dass der verschwundene Storchen-Mann tot ist.

 

Dann, in der ersten April-Woche, spitzen sich die Ereignisse zu: Eine Anwohnerin beobachtet, wie die Storchen-Dame wieder einmal - wie so oft in den vergangenen Wochen - auf dem Schornstein der ehemaligen Firma Wagner in Untersiemau landet. Plötzlich verschwindet die Storchen-Dame im Schlot! Die Tierfreundin alamiert die Gemeinde, diese den LBV-Storchenbeauftragten Hans Schönecker, dieser den Tierarzt Boyo Lessing, dieser Rainer Lutz vom Coburger Tageblatt und dieser Kreisbranddirektor Reiner Hartung. Am Freitag fahren Boyo Lessing und Reiner Hartung zu dem ehemaligen Betriebsgelände. Mit Genehmigung des Eigentümers suchen sie einen Weg in den Industrieschlot. Sie finden zunächst nichts, und die Situation scheint aussichtslos zu sein.

 

Doch dann entdecken sie eine Klappe.

 

Sie scheint ein Reinigungsschacht des Schornsteins zu sein. Boyo Lessing öffnet sie... und findet in der rußigen Dunkelheit nicht einen, nein, sondern gleich zwei lebendige Störche! Die Überraschung ist groß. Der eine Storch ist stark abgemagert und seine Ringnummer verrät, dass er tatsächlich der verschwundene Storchen-Mann ist! Drei unglaubliche Wochen saß er ohne Wasser und Futter auf dem Grund des Schlots und überlebte! Die Storchen-Dame war zu ihrem Ex-Partner in den Schlot gestürzt. Hatte sie von unten das Klappern ihres Ex-Partners aus der Dunkelheit herauf gehört, ihn fast täglich besucht und sich am Ende zu ihm gestürzt? Wer weiß. Jedes Jahr sterben jedenfalls viele Vögel in der Todesfalle Schornstein. Und wenn die Anwohnerin nicht den Sturz zufällig gesehen hätte, wäre auch die Storchen-Dame im Industrieschlot gestorben - vereint mit ihrem Ex-Partner.

 

Als die beiden Störche ausgesetzt werden, fällt das abgemagerte Männchen gierig über die Wiese her und pickt alles auf, was ihm vor den Schnabel kommt. Ende Mai hat er seine Storchen-Dame auch wieder zurückerobert und brütet mir ihr ein Nachgelege aus. Und die Revisionsklappe des Untersiemauer Industrieschornsteins steht nun auch immer offen, damit hineinfallende Vögel selbst wieder herauskommen. Ende gut, alles gut.

 

 


19.03.2017 neuer Storch auf dem Stangenhorst...

Auf der Eingangsseite "Störche" können Sie nachlesen, dass das bisherige Storchenmännchen DEW OX435 verschwunden ist und seit dem 18.03.2017 ein neuer Storch mit der Ringnummer DER AP433 auf dem Horst gelandet.


01.01.2017 sie sind gar nicht weg gewesen... unsere Überwinterer!

Die schwedische Störchin (mit den drei farbigen Ringen) mit ihrem Partner hat es geschafft, dem Winter und dem Schnee zu trotzen. Ich konnte die beiden in den letzten Monaten mehrfach zwischen Meschenbach und Kaltenbrunn bei der Nahrungsaufnahme fotografieren. Das Bild zeigt das Storchenpaar am 25.02.2017; sie hatten gerade gebadet und ließen das Gefieder in der Sonne trocknen. Boyo Lessing konnte sie fast jeden Abend auf dem Stangenhorst einfliegen sehen.

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Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker


13.07.2016 die Ausreißer vom Stangenhorst...

Boyo Lessing hat heute die vier schwarzschnäbeligen Jungstörche von seinem Stangenhorst am Ortsrand von Scherneck fotografiert, wo sie herum stolzierten. Sie werden in den nächsten Wochen von den Eltern Futter finden lernen und sich genügend Reserven für die Flug ins Winterquartier anfressen.

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Foto: Boyo Lessing
Foto: Boyo Lessing

03.07.2016 die vier Jungen wachsen und gedeihen...

Hier ist alles im Lot. Die vier Jungstörche werden regelmäßig von den tüchtigen Eltern mit Futter versorgt. Auf den nebenan liegenden Wiesen gibt es genügend Getier, die als Happen für die Störche gut geeignet sind. Jetzt werden auch schon die Brustmuskeln trainiert und bald werden sie ausfliegen. 

Am 12.07.2016 teilt Boyo Lessing mit, dass heute die ersten beiden Jungstörche ausgeflogen sind. 

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Fotos: Hans Schönecker
Fotos: Hans Schönecker

19.06.2016 viel Platz ist bei den vier Jungstörchen nicht...

Wenn Futter gebracht wird, geht es eng zu auf dem Stangenhorst. Aber noch sind die vier Jungstörche im Horst geblieben. Die Altstörche bringen ausreichend Futter, aber vier Junge satt zu bekommen bedeutet für die Eltern Streß. Da hilft die gute Lage im Tal der Itz, wo sie nicht weit fliegen müssen, um Mäuse, Frösche, Würmer und Insekten zu finden.

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Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

06.06.2016 alles in Ordnung in Scherneck?

Bei meiner heutigen Kontrollfahrt - veranlasst durch die nasse Witterung der letzten Tage - konnte ich drei von vier Jungen im Schernecker Horst fotografieren. Ich bin sicher, dass sich der Vierte nur versteckt hat. Boyo Lessing schaut mehrmals am Tag nach den Störchen...

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Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

22.05.2016 hier findet erstmals eine Brut mit Nachwuchs statt!

Der Eigentümer, Boyo Lessing, ist hoch erfreut, dass das schwedisch-deutsche Storchenpaar erstmals auf seinem Horst Junge groß zieht. Das Umfeld mit Wiesen, Wasser und Gräben bietet ausreichend Nahrung um vier Jungstörche aufzupäppeln. Das Bild mit den vier Jungstörchen zeigt auch die mit Farbringen versehene schwedische Störchin.

 

Bei meinem letzten Besuch in Scherneck konnte ich den Streit zweier Jungstörche um einen großen Seefrosch fotografieren. Den Seefrosch hätten sie nicht fressen können. Der Storchenpapa hat dann den von ihm mitgebrachten Seefrosch runter geschluckt.

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Fotos: Hans Schönecker
Fotos: Hans Schönecker

17.04.2016 Rückkehr des Storches zu seiner brütenden Partnerin

Bei meiner Storchentour in den Itzgrund konnte ich in Scherneck beobachten, wie der Storchenmann nach Nahrungsaufnahme auf der daneben liegenden Wiese zu der brütenden und schon klappernden schwedischen Störchin zurück kehrt. Hier scheint alles in Ordnung zu sein.

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Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

03.04.2016 Brutbeginn auch in Scherneck

Zu dem Storch DEW OX435, der hier 2015 schon brüten wollte, ist nun die schwedische Störchin mit den Farbringen: blau/rot/gelb und dem Aluring: SVS 831 am 01.04.2016 gekommen. Er ist 2012 in Groß-Rohrheim/ Kreis Bergstraße und sie 2008 in Schweden bei Skane beringt worden. Tage danach haben sie mit dem brüten begonnen. Sie kennen sich ja aber auch schon seit dem Herbst 2015. Beide haben gemeinsam im Maintal im Raum Lichtenfels - Reundorf überwintert. Das Bild zeigt den Storchenmann auf den Eiern, während seine Partnerin auf der daneben liegenden Wiese Futter zu suchen.

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Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

24.02.2016 Letztjähriger "Nordstorch" hat den Stangenhorst wieder eingenommen

Nach mehreren Wechseln verschiedener Adebare - häufig hat der Storch DER A8997 hier übernachtet - ist nun der Storchenmann aus dem Norden wieder angekommen. Er hat sich zuletzt mit einem schwedischen Weibchen bei Reundorf, Lkr. Lichtenfels und bei Wiesenfeld aufgehalten. Nun wartet er wieder auf eine Storchenfrau wie im letzten Jahr. Wünschen wir ihm diesmal mehr Glück und Erfolg.

Foto: Hans Schönecker
Foto: Hans Schönecker

im April 2015 - ein weiterer Storchenhorst in Scherneck

Fotos: Hans Schönecker
Fotos: Hans Schönecker

Bojo Lessing, der schon einen Stangenhorst auf seinem Grundstück aufgerichtet hat, hat nun auf dem Hausdach einen großen Storchenhorst installieren lassen. Mit einem Weidengeflecht wurde den Störchen ein Anfang für den Nestbau vorbereitet. 

Der Storchenhorst hat "luxuriöse" Ausmaße und bietet einem Storchenpaar mit vielen Jungstörchen viel Platz. Die Aussicht rundum ist frei und der Anflug ungestört möglich. Der Storch, der hier auf seine Partnerin wartet, hat die Plattform sicher schon entdeckt. Ob er sie annimmt wird sich zeigen, wenn die Partnerin ankommt.


28. März 2015 - Ein "Nordstorch" füllt die Lücke in Scherneck

Beringt irgendwo zwischen Hessen und der Nordsee - ein "Ringträger" der Vogelwarte Helgoland im Landkreis Coburg.
Foto: Hans Schönecker
Beringt irgendwo zwischen Hessen und der Nordsee - ein "Ringträger" der Vogelwarte Helgoland im Landkreis Coburg.
Foto: Hans Schönecker

Am 26.03.2015 meldete Tierarzt Dr. Lessing, dass sich ein neuer, beringter Weißstorch auf seinem Horst niedergelassen hat. Vielleicht kommt ja auch bald eine Störchin dazu?

Am Samstag, den 28.03.2015 habe ich meine „Runde im Itzgrund“ gedreht und auch in Scherneck halt gemacht. Es war gerade ein Storch auf dem Horst. Die Ringnummer „DEW OX435“ war sehr gut ablesbar und ist inzwischen schon an die Beringungszentrale gemeldet. Demnächst werde ich bestimmt über die Beringungsdaten und weitere Fundmeldungen für diesen Storch informieren können.

 

Eine Besonderheit steht aber schon fest: Dieser Storch ist ein Nordlicht! Die ersten drei Buchstaben des "Nummernschildes" stehen nämlich für die Beringungszentrale, in deren Zuständigkeitsbereich der Vogel beringt wurde. So bedeutet DE Deutschland. Folgt darauf ein R wie bei den meisten unserer Störche im Coburger Land, stammt der Ring von der Vogelwarte Radolfzell am Bodensee, die für Süddeutschland zuständig ist. Die Kennung DEH steht für die Vogelwarte Hiddensee, einen Ring dieser Kennung erhalten alle Vögel in den neuen Bundesländern. Für alle norddeutschen Vögel von Hessen bis zur Nord- und Ostsee ist die Vogelwarte Helgoland zuständig. Deren Hauptsitz ist mittlerweile in Wilhelmshaven, daher lauten ihre Ringe auf DEW.


23. März 2015 - erst Weiß, dann Schwarz, dann weg...

Wie Tierarzt Dr. Lessing mitteilte, sind die beiden Weißstörche nun schon zwei Nächte in Folge nicht mehr auf seinen Schernecker Stangenhorst zurückgekehrt. Nur noch stundenweise schauten sie gelegentlich vorbei.

 

Dann der überraschende "Farbwechsel" am Rande: Nachdem das Weißstorchenpaar Stück für Stück das Interesse am Schernecker Horst wieder verloren hatte, tauchte überraschend für eine Stunde ein Schwarzstorch dort auf!

 

Wohin hat es nun aber Weißstorch DER AH280 und seine Gemahlin verschlagen?

Dreimal dürfen Sie raten! Oder schauen Sie einfach mal HIER nach...


18. März 2015 - Storchenpaar beim Tierarzt

Nächster Versuch mit neuer Partnerin? - Noch versucht Er, Sie vom Schernecker Horst zu überzeugen. Fotos: Hans Schönecker
Nächster Versuch mit neuer Partnerin? - Noch versucht Er, Sie vom Schernecker Horst zu überzeugen. Fotos: Hans Schönecker

Seit 18.03.2015 ist auf dem Stangenhorst auf dem Grundstück von Tierarzt Bojo Lessing der zweite - nicht beringte - Storch angekommen. Das Männchen ist schon einige Tage vorher angekommen und trägt die Ringnummer DER AH280. Dieser Storch ist am 10.06.2011 in Hammelburg, auf dem Mönchsturm, beringt worden. Im Jahr 2014 hat er schon mit einer Partnerin einen Brutversuch in Scherneck unternommen.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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