Hinweis für Webseiten-Bearbeiter! Bitte gehen Sie nach der ersten Anmeldung im Webbaukasten zunächst auf XXX und machen Sie sich mit den Funktionen Ihrer neuen LBV-Webbaukasten-Seite vertraut.
Ein Hinweis in eigener Sache: Wir sind nicht „zuständig“! Wir arbeiten alle ehrenamtlich, keiner von uns Päpplern wird für die Arbeit bezahlt.
In letzter Zeit erreichen uns häufig wütende Anrufe, weil wir aktuell nicht jeden Vogel von überall aufnehmen können. Wir werden beschimpft und es wird schlecht über uns geredet. Diese Leute bitten wir, einmal darüber nachzudenken, was sie denn selbst für den Tier-, Natur- und Artenschutz tun und wie viele andere Wildtierpflegestationen es in anderen Städten gibt. Richtig, meist keine. Wir opfern unsere Freizeit und unser Geld zum Wohle der Wildtiere, wir bekommen keine staatlichen Gelder. Auch Aussagen wie „aber in anderen Städten gibt es...“ helfen uns nicht, mehr Platz für mehr hilfebedürftige Tiere zu schaffen. Es mag sein, dass andere Städte andere Hilfsangebote haben, doch so eine gute Abdeckung wie wir sie bieten ist doch eher eine Seltenheit. Gerne können Sie uns mit Ihrer Zeit als Päppler oder mit Spenden unterstützen, damit wir Aussagen „andere Städte haben extra Mitarbeiter und Fahrzeuge die dann kommen“, auch bald hier umsetzen können. Bei Aussagen wie „ich kann das Tier selbst nicht einfangen, ich muss arbeiten“, bitte auch selbst mal darüber nachdenken, ob Sie da der Einzige sind. Wir sind selbst alle berufstätig und müssen die Tierpflege und die Arbeit unter einen Hut bekommen. Für Sie ist Einfangen und Bringen in wenigen Minuten erledigt. Wir kümmern uns dann noch Wochen bis zur Auswilderung um das Tier. Die hier genannten Zitate hören wir leider wöchentlich mehrmals.
Wir suchen dringend helfende Hände. All unsere Arbeit ist rein ehrenamtlich. Die jährliche Flut von Jungvögeln ist kaum noch zu stemmen.
Wenn Du Lust hast, uns bei Reinigungs- und Pflegearbeiten in der Station zu helfen, Telefon- oder Fahrdienste zu erledigen,
melde Dich gerne bei uns, die Kontaktdaten findest Du unten auf dieser Seite.
Du hast jede Stunde Zeit und Lust Jungvögel aufzupäppeln? Umso besser, denn an Päpplern mangelt es uns am meisten.
Jungvögel brauchen jede Stunde (außer nachts) Futter, dieses wird von uns gestellt. Ebenso die Softboxen für die Unterbringung wird von uns übernommen. Wir erklären Dir ganz genau, wie alles funktioniert und sind auch jederzeit bei Rückfragen erreichbar und auch nicht böse drum, wenn Du es probierst und es doch nichts für Dich ist.
Aktuell besteht unser Team aus ca. 7 Personen, was erst nach viel klingt, aber bei über 400 Tieren im Jahr doch viel zu wenig ist.
Melde Dich gerne bei uns!
Wenn Sie einen verletzten oder hilfebedürftigen Wildvogel gefunden haben, wenden Sie sich gerne an uns. Über die unten angezeigte Telefonnummer können Sie uns erreichen und auswählen, ob es sich um einen Greifvogel oder ein anderes Wildtier handelt. Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter werden sich gerne darum kümmern.
Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob das Tier Hilfe benötigt, können Sie selbstverständlich auch bei uns anrufen. Besser einmal zu viel nachgefragt, als zu wenig. Dies ist vor allem in der Jungvogelsaison, also von Mai bis Juli wichtig! Junge Ästlinge hüpfen häufig von Ast zu Ast oder laufen auch mal über die Wiese und machen einen verlorenen Eindruck. In den meisten Fällen ist aber alles okay, und sie werden weiter von den Eltern versorgt. Sollten Katzen oder andere Gefahren (direkt an Straßen, etc.) erkennbar sein, sollten Sie einschreiten.
Bitte bringen Sie keine Tiere ohne vorherige Rücksprache in unsere Geschäftsstelle oder zu den Privatadressen der Päppler. In der Geschäftsstelle sind nur unsere Büroräume, welche auch nicht rund um die Uhr geöffnet sind. Also nicht der richtige Ort, für einen Vogel.
Sollten Sie hilfebedürftige Wildsäugetiere, wie Igel, Eichhörnchen oder Feldhasen gefunden haben, ist das Tierheim Coburg der richtige Ansprechpartner. Außerhalb der Telefonzeiten vermitteln wir dennoch gerne.
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Ein wichtiger Hinweis: Geben Sie dem Tier vorab kein Futter oder Wasser! Dies ist gut gemeint, kann aber unter Umständen das Tier töten! |
Wenn Sie in der Nacht anrufen:
Wir hören unseren Anrufbeantworter zum Teil noch in der Nacht oder spätestens am nächsten Morgen ab. Bitte sprechen Sie eine Nachricht auf und schildern Sie und schon einmal das Problem.
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Kein Futter und kein Wasser geben! Auch kein Aufzuchtsfutter geben, selbst, wenn der Zoofachhandel sagt, dass es gut ist. |
Wir bekommen ab und an Anrufe aus ganz Deutschland. Gerne beraten wir telefonisch, können aber natürlich die Tiere nicht selbst übernehmen.
Für diese Fälle gibt es ein Netzwerk an Päpplern und wildtierkundigen Tierärzten, welches sich auf Facebook organisiert.
Dafür einfach der entsprechenden Gruppe beitreten und dort den Notfall mit kurzer Erklärung, Foto und Postleitzahl posten.
Notnetz Wildtiere Bayreuth - Wildvogelhilfe Notfälle - Tauben Notfallmeldung - Wildtier-Notfälle (Säugetiere)
Wer braucht Hilfe?
Als Erstes sollte geklärt werden, ob das Tier Hilfe benötigt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn es offensichtlich verletzt ist, es blutet, die Flügel ungleichmäßig hängen, es humpelt, es regungslos am Boden liegt (z.B. bei Anflug gegen Fenster), etc. Häufig werden verletzte Tiere auch von ihren Artgenossen vertrieben.
Finden Sie zum Beispiel einen Ästling (Jungvogel, der das Nest verlassen hat), welcher zwar verlassen, aber nicht verletzt aussieht und keine Gefahr durch Katzen o.ä. (Straßen, ...) droht, beobachten Sie diese bis zu einer Stunde. Vermutlich kommt ein Elterntier vorbei und füttert diesen. Sitzt das Tier in einem Gefahrenbereich, z.B. weil die Katze schon auf dem Weg ist oder es auf der Straße sitzt, bitte sichern! Dabei Eigenschutz beachten!
Es kann vorkommen, dass verletzte Tiere vor Ihnen weghüpfen oder versuchen zu fliegen, bitte grade in Straßennähe daran denken.
Was, wenn keiner kommt?
Kommt auch nach langer Zeit kein Elternvogel oder droht Gefahr, sammeln Sie das Tier ein. Das ist gerade bei Jungvögeln meist sehr einfach, da diese den Menschen häufig noch nicht als Gefahr sehen. Zum Fangen kann ein Betttuch, eine Decke oder ähnlich genommen werden, auch ein Kescher ist möglich, sofern man ihn vorsichtig einsetzt. Präparieren Sie vor dem Fangversuch am besten einen Karton mit Luftlöchern, in welchen Sie das Tier hineinsetzen können. Den Karton dann an einen ruhigen, warmen (22 - 28 Grad) Ort stellen und bei uns anrufen. Zur besseren Einschätzung können Sie uns gerne ein Foto senden, sofern möglich.
Der Vogel ist noch nicht vollständig befiedert
Bei Jungvögeln unterscheiden wir zwischen Nestling und Ästling.
Wie der Name sagt, gehört ein Nestling noch ins Nest, ein Ästling hüpft schon durchs Geäst. Aber wie erkenne ich die beiden?
Nestlinge sind größtenteils noch nicht vollständig befiedert, Ästlinge (bis auf Halsbereich oder unter den Flügeln) schon.
Zudem können Nestlinge meist noch nicht länger auf ihren Füßen stehen, sondern stützen sich mit den Fersen ab.
Nestlinge benötigen zwingend Hilfe! Die Eltern holen diese nicht zurück ins Nest.
Soll ich das Tier füttern oder Wasser geben? <- N E I N !
Geben Sie dem Tier vorab kein Futter oder Wasser. Dies ist zwar gut gemeint, kann aber unter Umständen das Tier töten!
Nicht jedes Tier frisst alles und bei der Wassergabe kann es dazu kommen, dass Wasser (gerade bei Vögeln) in die Luftröhre läuft, was zu einer häufig tödlich
verlaufenden Lungenentzündung führen kann! Auch kein Hunde-, Katzenfutter oder Hackfleisch geben, selbst, wenn es online so häufig zu lesen ist. Auch nicht eingeweicht, etc.
Auch kein Aufzuchtsfutter geben, selbst, wenn der Zoofachhandel sagt, dass es gut ist. Sogenanntes Eifutter, Haferflocken, getrocknete Mehlwürmer sind auch nicht
das Richtige!
Da es immer wieder vorkommt, weil es gut gemeint ist, stellen sie sich folgende Situation vor: Sie haben einen Fahrradunfall und liegen benommen am Boden, der Ersthelfer öffnet Ihren Mund und schüttet einen halben Liter Wasser hinein, der Nächste kommt mit einer Tomate, dumm nur, dass er nicht weiß, dass sie dagegen allergisch sind... Sie verstehen auf was wir hinaus wollen? ;)
Was mache ich mit dem noch (fast) nackten Vogel?
Ein nackter Jungvogel ist ein Nestling. Dieser braucht Wärme!
Wenn der Vogel unterwegs gefunden wird, wärmen Sie ihn bitte in der Handfläche.
Zu Hause bereiten Sie eine Wärmflasche vor, etwas mehr als handwarm, nicht zu heiß!
Zwischen Wärmflasche und Vogel am besten ein aufgerolltes Trockentuch oder dünnes Handtuch nestförmig rollen und den Kleinen hineinlegen.
Ebenso in feuchtes Tuch in die Nähe, dass die Luft befeuchtet wird. Der Vogel soll nicht in direktem Kontakt mit dem Wasser sein!
Nicht mit Rotlicht wärmen, dies würde den Vogel zu sehr austrocknen.
Kann mich ein Tier verletzen oder beißen?
Ja, grundsätzlich wird fast jedes Tier versuchen, nicht von Ihnen eingefangen werden. Egal ob Meise, Amsel oder Falke, alle können beißen oder kratzen.
Wirklich verletzen können aber nur die größeren Vögel (Krähen, Falken, Bussarde, +). Ziehen Sie also am besten etwas Langärmeliges und Handschuhe an. Sollten Sie sich das Einfangen nicht selbst zutrauen, übernehmen wir das gerne. Beobachten Sie also das Tier bis zu unserem Eintreffen, es kann schneller weg sein, als man denkt. ;)
Im Oktober 2021 haben wir die LBV-Arbeitsgruppe Wildvogelhilfe gegründet.
Zusammen mit Tierarzt Joachim Lessing und seiner Frau Angelika kümmern wir uns um verletzte Vögel, holen verwaiste Jungvögel ab und ziehen diese bis zur Auswilderung auf. Andere Tiere, wie Igel
oder Biber haben auch schon den Weg zu uns gefunden. Unser Team besteht zurzeit aus zirka 18 interessierten ehrenamtlichen Helfern, welche wir nach und nach "ausbilden".
Die Idee, jedem hilfebedürftigen Wildtier zu helfen, ist nicht neu. Joachim und Angelika Lessing sind seit Jahrzehnten im Tierschutz aktiv und behandeln in der Praxis nicht nur Haustiere. Durch die Begeisterung vieler entstand dann endlich die LBV Arbeitsgruppe.
Am Montag, den 3. Juni 2024, erhielten wir gegen 13:30 Uhr einen Anruf von unserem Storchenbeauftragten: Ein junger Storch in Sonnefeld lag sehr passiv im Horst und stand kaum noch auf. Irgendetwas stimmte nicht.
Julian Hauschild war wenige Minuten später vor Ort und untersuchte die Situation. Gemeinsam mit Bernd Leuthäusser, einem erfahrenen Kletterer, entschied er, den Jungstorch aus dem Horst zu holen.
Obwohl die Aktion etwas schwieriger war als zunächst angenommen, konnte der Storch erfolgreich gerettet werden. Er wurde zur Pflege in die Wildvogelauffangstation von Familie Lessing und Herrn Hauschild gebracht.
Am Montag, den 24. Juni 2024, wurde der Storch zur weiteren Pflege und Auswilderung in die Auffangstation nach Regenstauf überführt.
Wir freuen uns, dass der Storch gesund und fit ist und bald in die Freiheit entlassen werden kann.
Die Jungtiersaison steht vor der Tür oder besser gesagt, schon in der Tür, darum haben wir uns am Ersten Mai 2022 keinen Leiterwagen geschnappt, um irgendwo hin zu pilgern, stattdessen aber eine
Leiter, Schwamm, Wasser, jede Menge
Äste und Grünzeugs und haben die Kleinvogelvoliere auf Vordermann gebracht.
Die Auswilderungsvoliere wurde dann komplett gereinigt, der Boden wieder ein wenig begradigt, die Wände und Gitter kontrolliert und repariert, dass keine Fressfeinde hineinkommen und danach hieß es: Neue Holzteile montieren, Voliere begrünen und die Arbeit von der ersten jungen Türkentaube prüfen zu lassen.
Sie schien sehr zufrieden :)
Bald werden noch weitere Vögel kommen, die sich z. B. nach einer Verletzung noch ein wenig erholen müssen, aber nicht mehr aktiv behandelt werden müssen (z. B. mit Antibiotikum, Verbänden oder ähnlich).
Ebenso kommen die jungen Ästlinge in diese Voliere, sofern diese schon alleine fressen können. Frisches Futter und Wasser bekommen sie mehrmals am Tag. Vollpension! :)
In einigen Tagen oder Wochen heißt es dann: „Tür auf und raus, wer möchte“. So haben die Vögel Zeit, sich an das Leben draußen zu gewöhnen und können die Voliere sofort verlassen, noch eine Nacht bleiben oder auch die nächsten Tage zurückkommen, um noch ein wenig Futter zu stibitzen.
So können wir sicherstellen, dass die Kleinen mit der neuen Situation nicht überfordert sind und keinen Nahrungsmangel haben. Zudem besteht für sie kein Stress, den sie hätten, würde man sie mit Hand oder Kescher herausholen.
Sollten sich am Abend noch Tiere darin befinden, wird die Voliere über Nacht geschlossen und am Morgen wieder geöffnet, damit nachts keine Fressfeinde eindringen und die Vögel geschützt sind. Auch wurden an dem Tag sämtliche Transportboxen, -kisten, Flexarien, etc. gereinigt. Die neuen Pfleglinge können also kommen. :)
Bitte besuchen Sie dazu die Unterseite Igel gefunden.
Spenden für unsere Wildvogelhilfe sind immer herzlich willkommen:
LBV-Coburg
IBAN DE55 7835 0000 0040 2532 05
Zweck Wildvogelhilfe AG
BIC BYLADEM1COB
Sparkasse Coburg-Lichtenfels
Im Namen der gefiederten Patienten sagen wir vielen Dank!
Haben Sie Interesse an der Arbeit mit verletzten Klein- und Jungvögeln? Können Sie sich vorstellen, verletzte Tiere einzufangen, zu Tierarzt Joachim Lessing zu bringen, Volieren sauber machen, Volieren instand zu halten oder Telefondienste zu erledigen? Melden Sie sich gerne, am besten per E-Mail bei mir. Erleben Sie das fantastische Gefühl, die Vögel und manchmal auch andere Wildtiere in ihrer Genesung zu begleiten.
Julian Hauschild
E-Mail: julian.hauschild(at)lbv.de
Telefon: 09561/407970
Sofern Verdacht auf Naturschutzkriminalität besteht, besuchen Sie bitte unsere Unterseite Tatort Natur.